ARAS

Exquisite TiernahrungFrischdienst Depot NiederrheinRuhr - Eifel + Ostwestfalen

Leer

Summe: 0,00 €

WIR LIEFERN PERSÖNLICH
kostenlose Lieferung ab 10 €

Arthrose - Schmerz in den Gelenken

Arthrose – Schmerz in den Gelenken

Der früher überaus bewegungsfreudige Max will mit einem Mal keinem Ball mehr nachlaufen, dabei ist er erst vier Jahre alt. Sein bester Freund Timmy, der 12-jährige Golden Retriever aus der Nachbarschaft ist in letzter Zeit depressiv geworden – meint zumindest sein Frauchen; er will nicht mehr spielen, steht nicht auf, um die Familie zu begrüßen und knurrt beim Reinigen der Pfoten. Die Untersuchung beim Tierarzt bringt an den Tag: Schmerzen, hervorgerufen durch Arthrosen, sind die Ursache für das veränderte Verhalten der beiden Vierbeiner.
Text: Klaus-Werner Duve


Die Arthrose beim Hund (Gelenkverschleiß) ist eine häufige Alterserscheinung. Sie kann jedoch auch bei jüngeren Hunden vorkommen, wenn die Gelenke über längere Zeit zu stark beansprucht wurden. Bei der degenerativen Gelenkserkrankung kommt es zu einer verschleißbedingten Veränderung der Gelenke. Der Gelenkknorpel ist geschädigt, sodass das Gelenk mit der Zeit versteift. Eine Arthrose beim Hund entwickelt sich meist über einen langen Zeitraum und fällt dem Hundehalter leider oft erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Es ist also wichtig, dass der Tierbesitzer deshalb von Zeit zu Zeit das Verhalten seines Vierbeiners hinterfragt. So hat ein Hund mit Gelenkschmerzen weniger Freude am Spielen, springt nur ungern, mag keine langen Spaziergänge mehr und wirkt allgemein deprimiert. Das Treppensteigen fällt ihm schwer und das Hinlegen und Aufstehen bereitet Schwierigkeiten.

Aber auch Appetitlosigkeit, Aggressivität oder Gleichgültigkeit bis hin zum Verlust der Stubenreinheit können Anzeichen für eine fortschreitende Arthrose sein. Eine Arthrose geht mit Schmerzen, einem lahmenden Gang und allgemeiner Steifigkeit einher. Diese kann sich bei kaltem Wetter und/oder nach einer längeren Ruhephase verschlimmern. Beim Liegen wechselt der Hund mit Arthrose unter Umständen auffällig häufig die Liegeposition. Zuweilen lässt sich auch beobachten, dass sich der Vierbeiner an dem betroffenen Gelenk beißt. Eine zusätzliche Entzündung des Gelenks (Arthritis) äußert sich durch ein geschwollenes und warmes Gelenk, das stark schmerzt.
Eine Arthrose bedeutet einen dauerhaften Schaden des Gelenkknorpels. Der Gelenkverschleiß erfordert eine tierärztliche Behandlung meistens mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten. Ist der Hund übergewichtig, empfiehlt sich eine Ernährungsumstellung mit speziellem Diätfutter. Auch spezieller Nahrungsergänzung wie Grünlippmuschelextrakt wird eine stark heilende Wirkung bei Arthrose und Arthritis nachgesagt. Mit Hilfe von Physiotherapie, Medikamenten oder operativen Eingriffen lässt sich das Voranschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.

Dem Gelenkverschleiß beim Hund lässt sich nur bedingt vorbeugen. Regelmäßige Bewegung und Muskelaufbau sind die Voraussetzung für einen gesunden Bewegungsapparat des Hundes. Als Besitzer sollte man darauf achten, dass der Hund möglichst keine Treppen läuft und die Gelenke nicht überlastet. Bestehende Schäden und Fehlstellungen sollten so früh wie möglich versorgt bzw. behoben werden. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, wenn der Hund rassebedingt ein höheres Risiko hat, an einer Arthrose zu erkranken. Je jünger der Hund ist und je eher die Arthrose erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, die Beschwerden schnell zu lindern.

FAKTOREN, DIE ARTHROSE BEGÜNSTIGEN:

  • Übergewicht
  • körperliche Überlastung
  • Gelenkfehlstellungen, z. B. Hüftgelenk-Dysplasie (HD) Verletzungen
  • vorangehende Gelenkerkrankungen, wie Arthritis (Gelenkentzündung)

Quelle: Zeit für Tiere – Ausgabe Nr. 107