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Der Hovawart - Robust und ganz viel Power

Der Hovawart: Ein ganzer Kerl

Imposant, selbstbewusst und souverän bewachte der Hovawart schon im Mittelalter Haus und Hof. Heute können nur noch wenige dieser Hunde ihrer ursprünglichen Aufgabe gerecht werden. Doch die zweifellos positiven Eigenschaften des Hovawarts kann der bewegungsfreudige und umgängliche Vierbeiner auch bestens als Familienhund einbringen.
Text: Bärbel Jost

Der „Hovawart” gehörte früher als Bewacher und Beschützer von großen Bauernhöfen zum Inventar wie heute die Alarmanlage zum schmucken Eigenheim. Auch „Bauernrekel” nannte man die großen schlaksigen Kerle, weil sie sich den ganzen Tag eigentlich nur irgendwo herumrekelten und doch dabei alles im Auge hatten und sich jedem Fremden ziemlich aufmüpfig und mutig in den Weg stellten. Groß und kräftig mussten die „Hundsviecher” schon sein, damit sie genügend Abschreckungspotential für Räuber und Diebe hatten. Immer aufmerksam und wenn nötig selbstbewusst, ansonsten aber ruhig und gelassen, anspruchslos und wetterfest – das waren die wichtigsten Eigenschaften dieser perfekten Hofhunde. Für die Bauern waren die Vierbeiner Leibwächter, Lebensversicherung und Existenzgrundlage in einem. Heutzutage haben wir diese Aufgaben ausgelagert an Polizei, Versicherungen und Alarmanlagen.

Wer sich heute einen Hovawart ins Haus holt, verknüpft damit sicherlich nicht in erster Linie die extremen Beschützerinstinkte des Hundes. Vielmehr schätzen Freunde dieser Rasse das vielseitige Allroundtalent und natürlich auch die imposante Erscheinung dieser Vierbeiner. Denn geistig und körperlich werden in der Mensch-Hund-Beziehung beide Seiten gefordert. Der Alltag bietet dafür genügend Raum, Platz und Möglichkeiten, wie Sucharbeiten, Joggen, Wandern, Turnierhundesport – eben alles, was Geist und Körper fordert.

Robust und ganz viel Power

Doch trotz vieler schöner und manchmal auch weichgespülter Formulierungen wissen erfahrene Hovawart-Freunde, dass diese Hunde nicht ganz problemlos zu halten sind.

Warum? Weil die Beschützer-Gene des Hovawart nach wie vor einen Großteil seines Charakters ausmachen. Wen wundert’s da, dass der Hund bei wenig konsequenter Erziehung die eine oder andere Entscheidung selbst trifft?! Essentiell ist demnach die geradlinige Erziehung des „niedlichen” Welpen. Dabei entscheidet sich bereits, ob man später seinen Hund führt oder der Vierbeiner sein Herrchen. Denn die Zügel schleifen zu lassen, kann fatal enden. Mit einem antiautoritären Führungsstil ohne klare Grenzsetzung kann kein Hund etwas anfangen. Beim Hovawart ist das schon aufgrund seiner Größe überhaupt undenkbar. Die bewegungsfreudigen Hunde können ein enormes Tempo vorlegen, da sollte jeder Rückruf sicher sitzen! Gefragt ist ein liebevolles – aber eben auch – konsequentes Durchsetzen bestimmter Regeln, verbunden mit einer festen Integration in die Familie. Nur so ist ein problemloses Miteinander möglich und nur dann kann man zusammen viel Spaß haben.

Energie will gezügelt werden

Ob als Familien- und Begleithund oder auch als Schutzhund im Polizei-, Wach- und Rettungsdienst, der  Hovawart ist ein äußerst vielseitiger und treuer Begleiter. Der anpassungsfähige Riese macht auch abseits vom klassischen Bauernhof auf dem Lande eine gute Figur. Ob jedoch ein Leben in der Großstadt das Richtige für den sportlichen Hund ist, sei dahingestellt. Bei einer souveränen, einfühlsamen Haltung mit ganz viel körperlicher und geistiger Fitness kann sicher auch dieser große Hund glücklich und zufrieden in einer Stadtwohnung leben.

Der Hovawart kann ein Traumhund sein, wenn der Mensch bereit ist, sich darauf voll und ganz einzulassen. Dazu gehört das Wissen, dass diese Hunde sich mit allem etwas mehr Zeit lassen: sei es mit dem Wachsen, dem Lernen und dem Gehorchen. Ungeduld ist hier absolut fehl am Platze! Zuverlässigkeit, Respekt und Freundlichkeit sollte der Zweibeiner vorleben, damit er ein nachahmenswertes Vorbild für seinen Hovawart ist. Ganz schön große Schuhe! Nicht umsonst gibt es unter Hovawart-Freunden ein geflügeltes Sprichwort: „Einen guten Hovawart kann man nicht kaufen, den muss man sich verdienen!”

 

Infos zum Hovawart

Herkunft: Deutschland

Schulterhöhe: Rüde: 63-70 cm • Hündin: 58-65 cm

Gewicht: 25-40 kg

Fellfarben: schwarz, schwarz mit hellen Marken, blond

Aussehen: kraftvoller, leicht gestreckter Hund

Haarkleid: leicht gewelltes, anliegendes, kräftiges Langhaar mit wenig Unterwolle

Alter: 12-14 Jahre und älter

Quelle: Zeit für Tiere - Ausgabe Nr. 106