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Hund entspannt an der Leine - Ein angenehmer Begleiter

ENTSPANNT AN DER LEINE.....

Gibt es eine Methode, damit der HHund an einer lockeren Leine fröhlich und aufmerksam an der Seite seines Menschen trabt? Man kann entspannt anderen Hunden begegnen und die tägliche gemeinsame Runde gennießen. Doch so gut klappt es leider nicht immer. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass jeder vierte Hundebesitzer Probleme mit dem Ziehen seines Hundes an der Leine hat.
Text: Ingrid Edelbacher

Es ist sehr unangenehm, wenn der Hund ständig an der Leine zieht und der Mensch hinter ihm her hecheln muss. Es ist sogar gefährlich, wenn es sich dabei um einen großen Vierbeiner handelt.
Aber ohne Halsband und Leine geht es nun mal nicht, auch wenn es für Hunde keine natürliche Sache ist. Es muss aber sein! Tierbesitzer sollten wissen, dass ihre Vierbeiner nicht aus Spaß an der Leine ziehen. Sie haben einfach ein anderes Tempo als der Mensch. „Unser Tempo ist vielen Hunden zu langsam, sie bevorzugen einen leichten Trab, bei dem Zweibeiner kaum mithalten können. Kein Wunder also, dass die Leine häufiger auf Spannung kommt als uns lieb ist“, erklärt Sozialpsychologin und Hundetrainerin Jeanette Przygoda in ihrem Ratgeber „An lockerer Leine“ (Kosmos Verlag).

Hunde ziehen nicht aus Spaß an der Leine. Wieso legt sich also ein Großteil unserer Gefährten so ins Zeug, dass ihn nicht einmal das Röcheln und der Druck auf den Kehlkopf davon abhalten können?

Das Ziehen lohnt sich

Den Welpen zieht es zu jedem Blümchen, zu jedem Artgenossen, etc. Und weil man als frisch gebackener Hundebesitzer im Kopf hat, dass der Kleine ja seine Welt kennenlernen soll, geht man brav hinterher. Und schon bringt man dem Junior bei, dass man ihm folgt, wohin er auch geht! Einer der Hauptgründe für das Ziehen des Hundes ist daher, dass es aus Hundesicht immer von Erfolg gekrönt ist!

Gleichgültig, ob Vierbeiner ihren Jagdtrieb ausleben wollen, es nicht erwarten können, mit anderen Hunden im Park zu spielen oder von der Hundewiese einen verführerischen Geruch in die Nase kriegen – sie ziehen an der Leine. „Je aufgeregter ein Hund ist, desto anstrengender ist es auch mit ihm an der Leine. Und weil es so nervig ist, werden viele Hunde genau dann abgeleint“, weiß die Expertin. Aber genau das ist kontraproduktiv, was Leinenführigkeit und gutes Benehmen betrifft. Der Hund sollte deshalb von klein auf an die Leine gewöhnt werden.

Für große und kleine Hunde gilt: Man sollte grundsätzlich immer stehen bleiben, wenn der Hund an der Leine zieht – bestenfalls wortlos. Das ist der beste, aber leider auch der zeitaufwendigste Weg.

Der leichte Weg zum leinenführigen Hund – Tipps gegen Ziehen an der Leine

Vor dem Gassi gehen: Sobald der Hund angeleint ist, hat er sich ein Leckerli verdient. Dadurch stürmt er nicht gleich los und das Anleinen wird für ihn zu einem positiven Erlebnis. Handelt es sich um einen Welpen, sollte das Schritttempo dem Hundebaby angepasst werden, sodass die Leine immer locker durchhängt.

Stop and Go

Kommt der Hund zurück und die Leine ist locker, wird er gelobt. Zieht er jedoch weiter an der Leine, sollte man ihm nicht folgen, sondern ihn durch die Leine stoppen und gegebenenfalls sogar die Richtung wechseln. Das verwirrt und erfordert Konzertration für den Hund. So wird der Spaziergang für Mensch und Tier nicht unbedingt ein freudiges Erlebnis, aber es wird nicht ohne Wirkung bleiben. Denn der Hund wird merken, dass er auf diese Weise nicht weiterkommt! Sobald er an lockerer Leine neben Frauchen hergeht, sollte er über den grünen Klee gelobt und gegebenenfalls belohnt werden. So wird er schnell begreifen, dass Weiterlaufen nur dann funktioniert, wenn er nicht zieht.

Beim Spazierengehen konsequent bleiben – dann wird der Hund bestimmt ein angenehmer Begleiter an der Leine.

Ablenkungsmanöver

Natürlich gibt es Rückfälle! Dann heißt es immer wieder stehen bleiben und üben, üben, üben. Bei erwachsenen Hunden, die sich bereits diverse Leinen-Untugenden angewöhnt haben, braucht man jede Menge Geduld, es ihnen wieder abzugewöhnen. Interessanter zu sein als der Duft der großen weiten Welt: das erreicht der Hundehalter, in dem er die Aufmerksamkeit seines Vierbeiners auf sich lenkt. Durch kleine Aufgaben, im Wechsel mit einem Ball oder Zerrstrick in der Hand kann die Nähe zu Herrchen spannender werden als das vergebliche Zerren.

Kein Halsband, keine Flexi-Leine

Ein Halsband darf dem Vierbeiner niemals wehtun. Verwendet werden sollten nur solche, über die es trotzdem möglich ist, auf den Hund einzuwirken, die aber nicht auf den Kehlkopf drücken, dem Hund die Luft abschnüren und die nicht beim geringsten Widerstand über seinen Kopf rutschen. Gut gepolsterte Halsbänder sollten so locker um den Hals liegen, dass noch leicht zwei Finger dazwischen passen. Am besten eignen sich Brustgeschirre,  bei dem die Zugkraft auf den Brustkorb ausgeübt wird. Die allseits beliebten Flexileinen sind fürs Leinentraining ungeeignet, weil sie die Einwirkung des Menschen minimiert. Bis das Laufen an der Leine sitzt, benutzt man am besten eine klassische Hundeleine.

Zeit für Tiere – Ausgabe-Nr. 113