ARAS

Exquisite TiernahrungFrischdienst Depot NiederrheinRuhr - Eifel + Ostwestfalen

Leer

Summe: 0,00 €

WIR LIEFERN PERSÖNLICH
kostenlose Lieferung ab 10 €

Keine schlafenden Hunde wecken - Hunde brauchen viel Schlaf

Keine schlafenden Hunde wecken

Dieses alte Sprichwort kann buchstäblich genommen werden. Denn Hunde brauchen viel Schlaf. Er ist fast noch wichtiger als Nahrung. Vierbeiner können viele Tage ohne Futter und sogar ohne Wasser auskommen, aber nur wenige Tage ohne Schlaf. Wie viel Schlaf ein Hund eigentlich braucht, wird oft unterschätzt. Er braucht wesentlich mehr als der Mensch.
Text: Ingrid Edelbacher


Wir nehmen ihn überall mit hin – ob ins Büro, zu Besprechungen, ins Gasthaus und zum Fitnesstraining. Wir bieten dem vierbeinigen Liebling ein tolles Freizeitprogramm mit erlebnisreichen Wanderungen, weiten Fahrradtouren und tollen mit ihm herum … bis zum Umfallen. Dem Hund gefällt das, er will ja nichts versäumen und mit seinen Menschen möglichst immer zusammen sein. Doch seine Grenzen kann er nicht mitteilen und sich auch nicht gegen Überanstrengung wehren. Hunde wurden dazu gezüchtet, stets einsatzbereit und willig zu sein. Sie spüren zwar ihr Ruhebedürfnis von Natur aus, haben aber oft nicht die Gelegenheit, sich zur Ruhe zu begeben. Dafür muss unbedingt der Mensch sorgen.

Bitte gaaanz viel Schlaf

Generell ist das Schlafbedürfnis von Hunden von ihrem Alter, der Rasse, ihrer Konstitution und natürlich ihrem Gesundheitszustand abhängig. Als Faustregel gilt, dass Hunde 17 bis 22 Stunden pro Tag Ruhe benötigen. Es verbleiben dann gerade einmal zwei bis sieben Stunden Konzentrations- und Wachzeit. Dass der Hund nicht immer in seiner Ruhezeit schlafen muss, versteht sich von selbst – entspanntes Dösen reicht auch aus. Dabei ist der Hund stets wachsam. Auch wenn er zu schlafen scheint, reagiert er auf den geringsten Reiz. Vierbeiner sind sehr anpassungsfähig und so ist es typisch für sie, dass sie ihren TiefschlafRhythmus dem ihres Menschen anpassen können, wobei die Tiefschlaf-Phasen in etwa nur 20 bis 25 Minuten dauern. Das ist optimal, denn dann kommen sie tagsüber mit entspanntem Herumliegen aus. Von der Abstammung her ist der Hund ein Tagdöser. In wenigen Sekunden kann er einschlafen, um genauso schnell im Bruchteil einer Sekunde wieder hellwach zu sein. Deshalb brauchen unsere Vierbeiner mehr Schlaf als wir.

Schlafmangel macht Hunde krank

Natürlich wird der Hund nicht jeden Tag seine vollen Schlummerstunden kriegen. Das Leben ist manchmal so spannend und abwechslungsreich - und Bello will sich nichts entgehen lassen. Er holt den Schlaf am nächsten Tag nach. Das ist kein Problem, wenn es nicht ständig vorkommt. Schläft der Hund zu wenig, reagiert er zunächst mit Überdrehtheit. Er kann sich nicht mehr konzentrieren und ignoriert die einfachsten Kommandos. Bei längerem Schlafentzug wird der Vierbeiner immer gereizter und aggressiver. Wobei Aggression nicht als schlechtes Benehmen gesehen werden darf. Sie ist eine Warnung, ein Zeichen dafür, dass er Hund überfordert ist. Bei weiter anhaltendem Schlafentzug kommt es zur Schwächung des Immunsystems, zu Hautleiden, chronischen Erkrankungen und Organschäden. Es ist also sehr wichtig, dass Hundebesitzer die Symptome erkennen, wann es für ihren Gefährten zu viel wird und er dringend Schlaf braucht. Denn viele Krankheiten stehen im Zusammenhang mit Überforderung, weil Stress den Körper schwächt. Übrigens reagiert der Mensch genauso, wenn er ständig überfordert ist.

Wie und wo schläft der Hund am besten

Bei Mensch und Hund werden im Schlaf die Geschehnisse des Tages verarbeitet. Auch der Hund kann unruhig schlummern, schnarchen, grunzen, jaulen und zucken. Je nachdem, wie anstrengend sein Tag war. Dafür ist ein persönlicher Rückzugsort von großer Bedeutung. Es sollte unbedingt ein eigener Platz für ihn sein, ein Ort, an dem er ungestört träumen kann. Je näher dieser Ort am Schlafplatz seines Menschen ist, desto besser. Aber auch tagsüber sollten Bello & Co. mehrere frei zugängliche Stellen in der Wohnung haben, die zum Dösen einladen. Am besten, der Hund sucht sich die Plätze selbst aus. Die Schlafplätze sollten sich nicht direkt neben der Heizung oder einem Fenster mit Zugluft befinden. Und Achtung: Elektronische Geräte auf Stand-by oder andere hochfrequente elektrische Töne sollten verhindert werden. Bitte: Den Hund niemals aufwecken und aus dem Tiefschlaf reißen, denn dieser hat den höchsten und wichtigsten Erholungswert. Einen Hund im Tiefschlaf erkennt man meist daran, dass seine Gliedmaßen leicht herumzappeln oder er leise im Schlaf grunzt oder gar bellt. Laute Geräusche, wie z.B. Staubsaugen, sollten dann tabu sein.

Hyperaktive Tiere könnte man eventuell sogar an eine Box gewöhnen. Findet das aufgeweckte Kerlchen Gefallen an so einer Höhle, in die es sich so fein verkriechen kann, wird es bald ruhig schlummern. Den Hunden, die von selbst zu wenig Ruhe finden, sollte von ihrem Besitzer das Schlafen beigebracht werden. Das ist nicht immer einfach, denn manche Vierbeiner haben sich an ständige Action gewöhnt. In solch einem Fall kann es hilfreich sein, wenn sich der Mensch zu seinem Hund legt und mit ihm ein Nickerchen hält.

Quelle: Zeit für Tiere – Ausgabe Nr. 110